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03.06.2026

Generalversammlung 2026: Gute Gespräche, wichtige Entscheide

Ein volles Programm vom Morgen bis zum frühen Abend: Kreisgespräche, Wahlen, wichtige Traktanden und sogar bissige Songs sowie ein Mitbringbuffet zum Schluss machten diesen Samstag zum wichtigsten Anlass im Genossenschafts-Jahreskalender. Zum zweiten Mal trafen wir uns im Technopark.

Am Samstag, 30. Mai 2026, ging unsere 31. ordentliche Generalversammlung über die Bühne. 136 Mitglieder waren dieses Jahr anwesend, 33 liessen sich vertreten. Doch der Tag begann nicht mit dem statutarischen Teil, sondern im Dialog.

In drei Kreisen aus Geschäftsstelle und Vorstand haben wir am Vormittag über aktuelle Themen gesprochen. Rund 70 Menschen besuchten die Gespräche und teilten sich auf die Kreise auf. Im Topkreis ging es darum, dass die Genossenschaft in den letzten Jahren einen starken Mitgliederzuwachs erlebte. Wie wollen wir damit umgehen, dass viele Genossenschafter:innen nicht in einer Siedlung wohnen. Und was sind die Weichenstellungen, die wir für die Zukunft brauchen? 

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Im Kreis Planung, Bau und Betrieb (PBB) ging es um das Zusammenleben in den Siedlungen. Im Gespräch mit dem Kreis Entwicklung und Nachhaltigkeit (KEN) präsentierte dieser die Resultate der Umfrage zum Wachstum der Genossenschaft

Als eines der ersten Traktanden des statutarischen Teil am Nachmittag gab es etwas zu feiern. 2025 wurde Kraftwerk1 schliesslich 30 Jahre alt. 

Vorstandswahlen: Zwei neue Mitglieder

An dieser GV haben wir zwei bisherige Vorstände verabschiedet. Roman Gaus, der bisher für die Finanzen zuständig war, trat nicht mehr an. Ebenso Philipp Klaus, der sich der Stadtforschung widmete und das Co-Präsidium innehatte. Die beiden erhielten grossen Dank, Applaus und Blumen.

Als Ersatz kandidierte einerseits Andrijana Petković für das Ressort Finanzen und Immobilienmanagement. Sie ist Verantwortliche für Wohnbaugenossenschaften bei der Alternativen Bank Schweiz (ABS) und bringt ein weites Netzwerk und ein vertieftes Wissen über die Finanzierung von Immobilienprojekten in den Vorstand ein. 

Als zweite Kandidatin stand Nicole Werner für das Ressort Organisations- und Kulturentwicklung / Konfliktmanagement zur Wahl. Sie ist selbstständige Prozessbegleiterin und erlebt gemeinschaftliches Wohnen im persönlichen Rahmen sowie in ihrer Arbeit.

Für eine letzte Amtszeit von zwei Jahren trat Erika Haltiner an. Alle Kandidatinnen wurden mit einem grossen Mehr gewählt.

Ersatzwahl SoliKomm

Mit dem Abgang von Karin Bosshard musste auch ein neues Mitglied in der dreiköpfigen Solidaritätskommission (SoliKomm) gewählt werden. Die Mitglieder stellen sich stets aus drei Menschen zusammen, die nicht der Genossenschaft angehören. Thomas Hofmann, Sozialberater aus Albisrieden, stellte sich zur Wahl und wurde mit grossem Mehr gewählt.

Dann war es Zeit für eine Auflockerung. Das gelang dem Duo Bastler & Grautier mit ihren Songs. Kein Blatt vor den Mund nahmen sie, wenn sie das verdichtete Wohnen im Kraftwerk1 aufs Korn nahmen und von einer Tiefgarage in der Siedlung Koch spekulierten.

Die wichtigsten Abstimmungen

Zu reden gab an der diesjährigen GV vor allem die Änderung des Vermietungsreglement. Zur Abstimmung stand ein Kompromiss, der aus dem Antrag des Vorstands und eines Gegenvorschlags von Bewohnenden hervorging. Nach einer regen Diskussion um die Notwendigkeit des Antrags und das Abstimmungsformat (wir stimmten wie auch in anderen Jahren mit einer Zustimmungsmessung ab), wurde die Änderung am Ende deutlich angenommen. Im Sinne der nachhaltigen Verdichtung verlangte der Antrag, dass die Anzahl Personen pro Wohnung bei Neuvermietungen künftig der Anzahl abschliessbarer Zimmer entspricht. Diese Regelung gilt ab sofort und ausschliesslich für neue Verträge, nicht für bestehende Mietverhältnisse. Der neue Artikel im Vermietungsreglement ist explizit provisorisch und gilt bis das neue Vermietungsreglement partizipativ überarbeiteten wird. Dieser Prozess soll voraussichtlich nächstes Jahr stattfinden.

Ein zweiter Antrag fand ebenfalls hohe Zustimmung: Künftig entfällt im Reglement des Solidaritätsfonds die Regelung, dass die Nettomiete 1/3 des Einkommens übersteigen muss. Wir richten uns ab jetzt nur noch an den Empfehlungen der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Ausserdem führen wir Kontrollen nur noch zweijährlich statt jährlich durch, um den Aufwand zu verringern.

Am Schluss des Tages gabs einen gemütlichen Ausklang mit Getränken sowie Leckereien vom Mitbringbuffet. Ganz herzlichen Dank alle, die etwas dazu beigetragen haben. Es gab sogar eine Person, die sich ausschliesslich für diesen Teil angemeldet hat und mit einer Wähe kam, grossartig!