Anna-Lea Imbach und Sabeth Tödtli stellten die dreiphasige Projektstruktur vor und betonten die Bedeutung frühzeitiger Mitsprache, damit Kunst nicht nur für, sondern mit der Genossenschaft entsteht. Auf dem Podium gaben Christiane Rekade Previdi, Gregor Vogel und Adela Picón Einblicke in ihre Projekte und in die Herausforderungen partizipativer und relationaler Kunst – von Radioprojekten über aktivierende Arbeiten bis hin zu Prozessen, die unerwartete Wendungen nehmen können.
Die Gespräche machten deutlich, dass präzise künstlerische Parameter und eine sorgfältige Klärung der Bedürfnisse der Bewohnenden zentrale Voraussetzungen für partizipative Prozesse sind, und zeigten zugleich, wie sich beides gezielt in einem Kunst-und-Bau-Projekt anwenden lässt.
Was ist «Kunst Koch Werk» und warum beschäftigt sich Kraftwerk1 überhaupt mit Kunst und Bau? Mehr dazu hier.
Künstlerische Dokumentation
Das «Kunst Koch Werk» wird laufend von Künstler:innen dokumentiert. Für dieses Auftaktgespräch hat die Künstlerin Samantha Zaugg Protokoll geführt.
Ein paar Ausschnitte aus dem Protokoll:
«Die zentralste Erkenntnis dieses Abends ist wohl, wie wichtig es ist, dass alle vom Gleichen sprechen. Dazu gehört eine Bestandesaufnahme der verschiedenen Perspektiven sowie der Versuch einer Begriffsdefinition. Konkret geht es um die Begriffe «partizipativ» und «relational». Was trocken tönen mag, war in der Diskussion recht vergnüglich.»
«Gregor sagt, manchmal gehe es auch darum herauszufinden, was von einem erwartet wird als Künstler. Und wenn man es herausgefunden hat, tut man das Gegenteil.»
«Adela merkt an, nicht jede Künstlerin könne Kunst und Bau machen. Es gebe Künstlerinnen, für die sei es das Wichtigste, dass Leute ihre Kunst gernhaben. Meistens gefällt ein Kunstwerk nicht allen. Bei Kunst und Bau werde das sichtbar, das könne für manche sehr frustrierend sein»
«Christiane sagt, manchmal brauchen solche Prozesse viel Beharrlichkeit. Etwa, wenn Leute nicht mitmachen wollen.»
Das ganze Protokoll lesen: Download
Samantha Zaugg ist freischaffende Künstlerin und Kuratorin. Als Künstlerin ist sie Teil des Duos Schellinger Zaugg. Seit 2022 ist sie Co-Kuratorin im Projektraum Hotel Tiger. Manchmal arbeitet sie als Autorin und Moderatorin. Ausserdem liebt sie Bürli.
Mehr Informationen:
Weitere Informationen finden sich in der Einladung zu diesem Anlass.
Samantha Zaugg ist freischaffende Künstlerin und Kuratorin. Als Künstlerin ist sie Teil des Duos Schellinger Zaugg. Seit 2022 ist sie Co-Kuratorin im Projektraum Hotel Tiger. Manchmal arbeitet sie als Autorin und Moderatorin. Ausserdem liebt sie Bürli.
Was es mit dem «Kunst Koch Werk» auf sich hat und warum sich Kraftwerk1 bei der Siedlung Koch überhaupt mit Kunst beschäftigt, erklären wir auf der Projekt-Seite. Dort finden sich auch die Einladungen und Dokumentationen aller bisherigen Anlässe.