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24.09.2026

Diese vier Kunstprojekte begleiten den Einzug in die Siedlung Koch

Es wird gezeichnet, gesungen und interveniert. Wir werden zuschauen, zuhören, mitmachen und unsere Füsse baden. Mit vier sehr unterschiedlichen Kunstprojekten geht das Kunst-und-Bau Projekt namens «Kunst Koch Werk» in die zweite Phase. Diese Projekte werden ab 2027 den Einzug und das Werden einer Nachbarschaft in der neuen «Siedlung Koch» begleiten.

Wer auf städtischem Land baut – wie wir im Koch-Quartier – verpflichtet sich, einen Teil des Baubudgets in ein Kunst-und-Bau-Projekt zu investieren. Kraftwerk1 hat sich dabei bewusst gegen ein einzelnes, grosses Kunstwerk entschieden und stattdessen ein mehrjähriges Kunstprogramm ins Leben gerufen. 

Gestartet haben wir bereit im Herbst 2025: mit Spaziergängen, Exkursionen, Diskussionen und Performances rund um die Baustelle. Die Dokumentationen der einzelnen Veranstaltugnen gibt es hier nachzulesen.

Mit dem Einzug in die neue Siedlung Koch geht das Programm nun in die zweite Phase. In einer öffentlichen Ausschreibung im Sommer 2026 wurden temporäre Kunstprojekte gesucht, die das Ankommen, Einnisten und Zusammenwachsen der neuen Nachbarschaft begleiten, reflektieren oder dokumentieren. 

99 Projektvorschläge wurden eingereicht – viele davon haben uns begeistert. Der künstlerische Beirat hat schliesslich vier Projekte zur Umsetzung ausgewählt. 

Wir freuen uns sehr, euch diese vier Kunstprojekte vorzustellen:

Was ist das «Kunst Koch Werk» und warum beschäftigt sich Kraftwerk1 überhaupt mit Kunst und Bau? Mehr dazu hier.

«Common Rhythms Koch: Rhythmen des Zusammenlebens»

Common Rhythms Koch wird ein partizipatives Kunstprojekt für die Bewohner:innen und die Nachbarschaft. Über ein Jahr hinweg soll gemeinsam erforscht werden, wie Rhythmus, Bewegung, Musik, Stimme und alltägliche Rituale Menschen verbinden. In offenen Workshops und Experimenten entstehen neue Formen des Austauschs zu Fragen nach Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Zusammenleben. Den Abschluss bildet ein öffentliches Format zwischen Konzert, Bewegungsritual, Installation und Nachbarschaftsfest. 

von Below the Skin (Aly Khamees, Jelena Mair) & Dino Brandao

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«Auf der Stör im Koch – Ephemere künstlerische Beiträge im All- und Feiertag»

Die Störfaktor:innen begleiten die Anfangszeit der neuen Siedlung mit etwa sieben analogen Ereignissen vor Ort. Möglich ist beispielsweise eine Löwenzahnwolke, ein Portrait-o-mat, eine Blumen-Tombola am Siedlungsfest, ein Buy-nothing-celebration-day. Die Ereignisse sind unterschiedlich gross, unterschiedlich laut, unterschiedlich sichtbar. Die Künstler:innen wollen damit die Bewohnenden erfreuen, verwundern, irritieren und anregen. Sie möchten die Aufmerksamkeit für den Ort und das Glück des alltäglichen städtischen Zusammenlebens schärfen. Und sie möchten das Interesse wecken für weitere gemeinsame Momente.

von den Störfaktor:innen (Anna Albisetti, Larissa Binggeli, Sara Raetzo, Simone Suter)

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«Kreuzfahrt auf dem Koch-Dampfer»

Zwei Künstler:innen buchen eine 10-tägige Kreuzfahrt in der Siedlung Koch und beziehen als Passagiere für 10 Tage eine Aussenkabine (ääh ein Gästezimmer). Während diese Zeit halten sie den Alltag auf dem Koch-Dampfer fest. Sie erkunden die angelaufenen Häfen, erforschen bei Landgang, Quartier, Natur, Menschen und Kultur. Sie schauen nachts auf Deck ins Sternenmeer und lassen sich von Leuchttürmen leiten. Unterwegs entstehen verschiedene Werk-Serien wie Postkarten, Markenbogen und Objekte, sowie auch ein Bordbuch. Die Formate sollen im Koffer Platz haben, in dem Sinne, dass sich im Kleinen das Grosse zeigt.

von Christine Bänninger & Peti Wiskemann

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«Koch-Wärme für alle»

Die Stadtterrasse, die das Haus mit dem Quartier verbindet, wird in einen warmes, kostenloses Fussbad für Bewohner:innen und Passant:innen verwandeln. Das üblicherweise private Fussbaden wird öffentlich sichtbar und schafft einen frei zugänglichen Raum, in dem Wärme und Ressourcen gemeinschaftlich geteilt werden. Ziel ist es, nachbarschaftliche Beziehungen aufzubauen und die Hausgemeinschaft als fürsorgenden Prozess zu stärken. So knüpft die Intervention auch historisch an das Koch-Areal an: sowohl an die solidarischen Praktiken der ehemaligen Besetzung als auch an die industrielle Geschichte der Koch Wärme AG. 

von Mayumi Arai & Julia Weber

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Die vier Projekte stehen noch am Anfang, in der Konzeptphase. Wir sind gespannt, wie sich die Ideen weiterentwickeln und ab 2027 entfalten werden. Nachrichten aus dem Prozess gibt es regelmässig hier auf der Kraftwerk1-Website oder auf dem Instagram-Kanal «Kunst Koch Werk».

Übrigens: 2028 geht das «Kunst Koch Werk» dann in die dritte und letzte Phase. Informationen dazu gibt es hier. 

Fragen zum Prozess oder zu den Projekten? Kontaktiere uns via orga@kunstkochwerk.ch