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23 110 Drohnenaufnahmen Koch Areal Zuerich 4 September 2026 8

11.09.2026

Vermietung Siedlung Koch abgeschlossen

Die Vermietung der 123 sehr unterschiedlichen Wohnungen ist weitgehend abgeschlossen.

Gestaffelt und zweistufig

Die Vergabe fand gestaffelt, über fast ein Jahr, statt. Zuerst haben wir die Rohbaueinheiten vergeben, dann die Grosswohnformen und zum Schluss die konventionellen Wohnungen. Dieses schrittweise Vorgehen hat sich bewährt. 

Für die Vergabe der konventionellen Wohnungen hat Kraftwerk1 ein zweistufiges Verfahren gewählt: Zuerst gabs ausführliche Vorinformationen online. Sie waren rund zwei Wochen online, dann war das Bewerbungsfenster im Online-Tool für elf Tage geöffnet. Dieses zweistufige Verfahren und die lange Bewerbungsfrist wurde geschätzt.

Alle Infos online

Der Anspruch war stets, alle verfügbaren Informationen online zur Verfügung zu zustellen, damit wenige Einzelanfragen an die Geschäftsstelle eingingen. Das hat sich bewährt und der Vergabeprozess konnte effizient stattfinden.

Elektronisches Vermietungstool plus Vergabekommission

Auch die anschliessende Vergabe der konventionellen Wohnungen fand zweistufig statt: Um den geschätzten Aufwand im Rahmen zu halten, hat sich Kraftwerk1 im Vorfeld entschieden, für die Vergabe ein elektronisches Vermietungstool einzusetzen, bevor die Arbeit des Vergabegremiums startete.

Beworben haben sich insgesamt rund 500 Parteien. Bemerkenswert ist, dass fast alle Parteien, denen wir zugesagt haben, das Wohnungsangebot angenommen haben. Das Vergabegremium hat nur im Ausnahmefall weitere Bewerbungen gesichtet.
Dies zeigt: Die interessierten Wohnungssuchenden haben sich anhand der Informationen gründlich überlegt, ob sie sich bewerben möchten oder nicht. Das hat einen sehr effizienten Vergabeprozess ermöglicht.

Online-Umfrage zum Bewerbungsprozess

Im Nachgang der Bewerbungsphase gabs eine Online-Umfrage zum Bewerbungsverfahren und zu den Gründen für oder gegen eine Bewerbung.

Die Umfrage (900 Teilnehmende) zum Bewerbungsprozess hat zusammenfassend ergeben:

Die simple, kostengünstige Umsetzung auf der Webseite mit Plänen und Informationen als PDFs fanden die allermeisten ausreichend gut. Einige wenige hätten sich mehr Visualisierungen oder digitale Filtermöglichkeiten gewünscht.

Die interessierten Bewerber:innen gaben an, sich insbesondere auf den lebendigen Lebensort direkt am Park, mit Gewerbe und Kultur im Haus zu freuen. Ebenso gefällt ihnen die Idee des gemeinschaftlichen Dachs. Auch die Wohnfläche betrachten sie als ausreichend. Viele gaben an, wegen den Kraftwerk1-Werten wie Gemeinschaftlichkeit oder ökologische Nachhaltigkeit bei Kraftwerk1 wohnen zu wollen.

Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmenden hat sich nicht für eine Wohnung beworben. Viele davon gaben an, sie hätten ursprünglich grosses Interesse gehabt. Sie hätten sich aber nach dem Studium der Unterlagen gegen eine Bewerbung entschieden.

Die meist genannten Gründe, sich nicht zu bewerben waren: Fehlende oder zu wenig grosse private Aussenräume (Balkone), «strenge» Belegungsvorschriften, ungünstige Grundrisse/Raumaufteilungen, kein Auto haben zu dürfen oder die Regelung der Haustierhaltung. Einige gaben an, bereits eine andere Wohnung gefunden zu haben oder nicht genügend lang Mitglied zu sein.

Und wie weiter damit? Kraftwerk1 als lernende Organisation

Die Umfrageresultate fliessen in die Schlussevaluation des Projekts Koch ein. Daraus schälen wir «Learnings» heraus, welche wir für die künftige Planung weiterer Bauprojekte und Vermietungsprozesse mitnehmen. 

 

Bild: © Matthias Bader