Aus den Kreisgesprächen
Am Morgen vor dem statutarischen Teil trafen sich etwa 70 Genossenschafter:innen, um in den verschiedenen Kreisen bewegende Themen zu diskutieren.
Im Topkreis war der Umgang mit der hohen Mitgliederzahl der Genossenschaft das Thema. Im Gespräch kam heraus, dass sich sowohl Wohnende als auch Nicht-Wohnende wünschen, dass die Siedlungen Entscheidungskompetenzen behalten und nicht von nicht-wohnenden Genossenschaftsmitgliedern überstimmt werden. Das bedeutet, dass es eventuell Statutenänderungen braucht und die Struktur der Genossenschaft überdacht werden muss, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Der Topkreis beschäftigt sich mit dem Thema, unter anderem an seiner Retraite.
Der Kreis Planung, Bau und Betrieb (PBB) gab unter dem Titel «Begegnung und Austausch» Einblick in verschiedene Projekte in den Siedlungen und tauschte sich mit den Genossenschafter:innen dazu aus. Das Gespräch war lebendig, für die Zukunft ergaben sich aber unmittelbar keine Themen, die der Kreis weiter bearbeitet.
Weiterführende Konsequenzen hatte das Kreisgespräch für den Kreis Entwicklung und Nachhaltigkeit (KEN). Nach dem Kreisgespräch definierte der Kreis neue Fokusthemen für die Ausrichtung. Inzwischen ist die neuste Version vom August 2026 online. Als lebendiges Dokument wird die Ausrichtung mit neuen Themen aus den Kreisen fortlaufend aktualisiert.
Resultate der Umfrage
Kurz nach der Generalversammlung haben wir alle Genossenschafter:innen gefragt, wie sie die GV und deren Organisation erlebt haben. Ein paar zentrale Resultate möchten wir euch hier zusammenfassen.
153 Personen haben an der Umfrage teilgenommen oder uns vor Ort eine Rückmeldung hinterlassen. Viele Rückmeldungen kamen auch von Personen, die nicht an der GV teilgenommen haben.
Zufriedenheit mit Kreisgesprächen
Das Format der Kreisgespräche ist gut aufgenommen worden. Die meisten Personen (70%) waren mit der Länge der Gespräche zufrieden, eine Minderheit fand das Format eher zu kurz. Auch die Kombination mit der GV fanden mehr als die Hälfte gut. Zu den Themen der Gespräche wünschten sich viele mehr Informationen vorab, um besser vorbereitet zu sein und mehr Tiefe zu erreichen. Ein grosser Wunsch war ausserdem, zu wissen, was aus den Gesprächen entsteht. Hier wünschte sich eine Mehrheit eine klare Kommunikation.
Mit den Informationen zur GV, die vorab per Post und digital verschickt wurden, waren über 90 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden. Einzelne Personen wünschten sich kürzere Texte oder empfanden die Videos als zu träge oder schwierig auffindbar.
Fast die Hälfte empfand den statutarischen Teil als «eher lang», etwa 5 Prozent «zu lang», rund 40 Prozent «eher kurz» oder «kurz». Gelobt wurde die Moderation von Stefanie Conrad mit direkten Komplimenten und einer fast einstimmigen Zufriedenheit.
Kritische Stimmen zur Zustimmungsmessung
Kritisch beurteilten viele die Zustimmungsmessung, die wir in diesem Jahr zur differenzierteren Meinungsabbildung wieder für ein Traktandum angewendet haben. Fast die Hälfte allerdings empfand die Zustimmungsmessung als positiv. Einzelne Stimmen wünschten sich eine bessere Einführung des Abstimmungsmodus oder eine Differenzierung der Nein-, statt nur der Ja-Stimmen. Einzelne Voten gingen auch für eine klassische Ja/Nein-Abstimmung bei komplexen Themen ein.
Die Durchführung der GV tagsüber an einem Samstag meldeten uns 70 Prozent als ihren Lieblingszeitpunkt. Nur knapp 15 Prozent wünschten sich eine GV unter der Woche am Abend und niemand am Samstagabend. Konnten Leute nicht kommen, gaben sie Ferien, Krankheit, familiäre Verpflichtungen oder die gleichzeitig stattfindende Wohndemo als Grund an.
Wir danken fürs Teilnehmen an der Umfrage! Die Erkenntnisse nehmen wir für die Planung der nächsten Generalversammlung mit.