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Ökologische Nachhaltigkeit: Analysen und Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit ist fest in der DNA von Kraftwerk1 verankert. Sie ist Haltung, Praxis und gemeinsames Ziel. Im Zukunftsbild der Kraftwerk1-Ausrichtung heisst es: «Der Natur Sorge tragen und nur so viel verbrauchen wie nötig». Ganz im Sinne des «auf leichtem Fuss leben».
Kraftwerk1 hat das Beratungsunternehmen Basler & Hofmann beauftragt, die bestehenden Siedlungen auf ihre ökologische Nachhaltigkeit zu untersuchen – bei Wärme- und Stromverbrauch, Biodiversität und Wasser. Die Analysen zeigen, wo wir stark sind und wo wir noch besser werden können.
Auf dieser Grundlage und mit unserer Ausrichtung haben wir mit Basler & Hofmann eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet – für unsere heutigen Siedlungen und für künftige Projekte.

Die folgenden Zeilen fassen nun die wichtigsten Ergebnisse der Analysen einfach zusammen. Die vollständigen Analysen sowie die Nachhaltigkeitsstategie sind unten verlinkt.

Emissionen aus Wärme- und Stromverbrauch
Gebäude erzeugen im Betrieb CO₂-Emissionen auf zwei Arten: direkt, zum Beispiel wenn Erdgas für die Heizung verbrannt wird. Und indirekt, wenn Strom oder Fernwärme eingekauft wird, die anderswo erzeugt wurde.
Unsere Siedlungen stossen im Betrieb sehr wenig CO₂ aus. Pro Person stossen wir zehnmal weniger als vergleichbare Gebäude in der Schweiz. Pro Quadratmeter ist es sechsmal weniger. Alle Siedlungen liegen schon heute unter den Zielwerten der SIA 2040.
Den grössten Einfluss hat die Art der Wärmeversorgung. Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind oder Wasser erzeugen viel weniger CO₂ als fossile Energien wie Erdgas oder Erdöl. Unsere Siedlungen beziehen erneuerbaren Strom, produzieren eigenen Solarstrom und beziehen Wärme aus Fernwärme oder Wärmepumpen. Einzig in der Siedlung Zwicky Süd kommt noch ein kleiner Teil Erdgas zum Einsatz – rund 2,5% der Wärme.

Biodiversität
Hier wurde untersucht, wie naturnah die Aussenräume gestaltet sind – also wie vielfältig die Bepflanzung ist, ob es Lebensräume für Tiere gibt und ob Kleintiere sich frei bewegen können.
Alle Siedlungen schneiden gut ab: vielfältige Bepflanzung, grosse Bäume, wenig Lichtverschmutzung. Die Siedlungen Koch und Heizenholz stehen besonders gut da. In der Siedlung Zwicky Süd gibt es noch Verbesserungspotenzial – zum Beispiel beim Schutz von Vögeln vor grossen Glasflächen.

Wasser
Hier wurde bewertet, wie sorgfältig mit Regenwasser und Trinkwasser umgegangen wird – und ob Baumaterialien verwendet wurden, die Boden und Gewässer belasten könnten.
In allen Siedlungen kommen keine schädlichen Materialien zum Einsatz. Das ist ein wichtiger Pluspunkt für sauberes Grundwasser. Die meisten Siedlungen nutzen Regenwasser aktiv – zum Beispiel für die Bewässerung – und haben wassersparende Armaturen eingebaut. Wo noch Potenzial besteht, liegt es vor allem daran, dass ältere Siedlungen nach damals gültigen Standards gebaut wurden. Die neueren Siedlungen erfüllen die heutigen Anforderungen weitgehend vorbildlich.

Fazit und nächste Schritte
Ökologische Nachhaltigkeit war bei Kraftwerk1 von Anfang an Teil der Planung – kein Zusatz, sondern Kern. Die Unterschiede zwischen den Siedlungen zeigen vor allem, wie sich die Baustandards über die Zeit weiterentwickelt haben.
Wir werden unsere Werte regelmässig überprüfen: Die CO₂-Bilanz aktualisieren wir alle zwei bis drei Jahre. Biodiversität und Wasser werten wir neu aus, sofern wir Änderungen in den Siedlungen umsetzen.
Ausstehend ist noch die Analyse der Siedlungen betreffend Hitzeminderung. Diese wird 2026/2027 erfolgen.
Das Verhalten der Bewohner:innen – z. B. ob sie Velo oder Autofahren, ob sie Fleisch essen oder sich vegetarisch ernähren – wird in dieser Analyse nicht untersucht. Dies könnte in einem weiteren Schritt untersucht werden.

Nachhaltigkeitsstrategie
Auf Basis der Analysen und unserer Ausrichtung haben wir eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Sie gilt für die heutigen Siedlungen und für künftige Projekte. 
Die Strategie sagt klar: Wenn wir einen Beitrag auf der Welt zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit leisten wollen, müssen wir die Themen Wachstum und Vorbildfunktion in den Fokus stellen. Denn unsere Emissionswerte in den bestehenden Siedlungen sind bereits tief. Wenn wir sie noch um einen kleinen Prozentsatz optimieren, leistet diese Massnahme keinen grossen Beitrag mehr. Die grosse Wirkung muss also «absolut» geschehen.


Wachstum: Kraftwerk1 müsste dafür mehr Siedlungen bauen mit mindestens denselben ökologischen Standards, damit mehr Menschen ermöglicht wird, in Gebäuden zu wohnen, die einen tiefen Fussabdruck hinterlassen. 
Natürlich wird Kraftwerk1 dabei unterschiedliche Formen des Wachstums im Spannungsfeld von Flächeneffizienz, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen prüfen. Stichworte wie Aufstockungen, Bauen im Bestand usw. sind dabei zentral.


Vorbildfunktion: Der zweite effektive Hebel für Kraftwerk1 ist die Ausstrahlung: dass andere Bauträger:innen ebenso umweltgerecht bauen und so mehr umweltverträglicher Wohnraum entsteht.
Dabei verfolgen wir das Prinzip von Wirkung durch gelebte Praxis: Kraftwerk1 zeigt im eigenen Handeln, wie nachhaltiges Bauen und Wohnen funktionieren kann, und teilt seine Erfahrungen mit anderen.

In einem nächsten Schritt wird der KEN (Kreis Entwicklung und Nachhaltigkeit) Fokusthemen für die Ausrichtung aus der Nachhaltigkeitsstrategie ableiten.
Mehr mehr erfahren möchte, liest in den Dokumenten die Details:

Die drei Analysen:
Nachhaltigkeitsanalyse der Siedlungen – Übersicht
CO₂-Bilanz (Wärme und Strom)
Analyse Biodiversität und Wasser

Daraus ergibt sich:
Nachhaltigkeitsstrategie Kraftwerk1