Die Siedlung Koch ist das vierte Kraftwerk1-Projekt.
Es entstehen 123 unterschiedlichste, bezahlbare Wohnungen für 450 Menschen, dazu Gewerbe und Kultur.
Der Bezug ist frühestens auf Ende 2026 geplant. Kraftwerk1-Mitglieder erfahren per Newsletter über den Vermietungsprozess.
Die Siedlung Koch ist Teil des entstehenden Koch-Quartiers, es bauen nebst Kraftwerk1 die ABZ und Senn, sowie Grün Stadt Zürich den Koch-Park. Dieser ist seit Juni 2025 bereits eröffnet. Das Gebäude von Kraftwerk1 lädt die Nachbarschaft ein: Der Park reicht bis an die Fassade, eine Freitreppe führt zur Terrasse und ein Durchgang direkt in den Park.
Infos zum ganzen Quartier: kochquartier.ch
Im Kraftwerk1-Gebäude entsteht ein breiten Wohnungsmix, um möglichst unterschiedlichen Menschen Wohnraum anbieten zu können. Wir entwickeln zudem unsere innovativen Grosswohnformen wie Grosshaushalte und Clusterwohnungen weiter und wagen auch Neues, wie die Rohbaueinheiten zum Selbstausbau. Es ziehen zahlreiche Gewerbe- und Gastronomiebetriebe ein, der Zirkus Chnopf und das Zirkusquartier. Rund ein Drittel der Wohnungen werden mit der Stiftung Familienwohnungen vermietet, für Familien mit mindestens drei Kindern.
Gewerbe
6500 m2 bezahlbare Gewerbefläche bei Kraftwerk1 im künftigen Koch-Quartier. Das grosse Restaurant am Park ist noch zu haben, die übrigen Flächen sind reserviert.
Vermietung: Alles, was du wissen musst, wenn du in der Siedlung wohnen möchtest:
Für die Siedlung Koch können sich Genossenschafter:innen bewerben, die der Genossenschaft bis zum 31.12.2024 beigetreten sind.
Die Vermietung läuft gestaffelt: Die Vergabe der Rohbaueinheiten läuft zurzeit.
Für die Grosswohnformen läuft die Bewerbungsfrist bis zum 26. Oktober.
Die Vermietung für die konventionellen Wohnungen startet im Frühjahr 2026.
Wir informieren die Genossenschafter:innen per E-Mail über den Prozess.
Dieses Video gibt dir einen einfachen Einblick in die Siedlung Koch: zum Video
In den Siedlungen von Kraftwerk1 wird die Selbstorganisation gelebt. Das braucht Lust und Engagement, gemeinsam mit den neuen Nachbar:innen das Siedlungsleben aktiv mitzugestalten.
Kraftwerk1 ist auf dem Weg hin zur Soziokratie. Die Siedlung Koch ist die erste Siedlung, die von Anfang innerhalb dieser Organisationsstruktur entsteht.
Kraftwerk1 wird auch dieses Gebäude nicht ganz «fertig bauen». Einige Räume und Nutzungen bleiben vorerst undefiniert: Die künftige Bewohner:innenschaft wird die Räume mit Leben füllen, sie bespielen und gemeinschaftlich herausfinden, was es braucht und was Sinn macht. War das «Nicht-fertig-Bauen» bei der ersten Siedlung Hardturm vor über 20 Jahren noch eine finanzielle Notwendigkeit, wurde daraus mit der Zeit eine Tugend – und es entwickelte sich zu einem typischen Merkmal von Kraftwerk1. Finanzieren werden die Bewohnenden das Weiterbauen mit den Spiritgeldern, die sie monatlich einzahlen.
In den Wohnungen der Siedlung Koch sind viele der verwendeten Materialien sichtbar. Elektroleitungen werden zum Beispiel «auf Putz» installiert und damit an den Wänden sichtbar sein. Auch die Holzstützen und -träger, die einen Teil der Tragstruktur des Gebäudes ausmachen, werden in den Wohnungen sehr gut sichtbar sein. Die Decken sind ebenfalls aus Holz. Sie werden weiss lasiert; die Holzstruktur bleibt darunter erkennbar. Die Böden sind Anhydritböden. Die Wände sind weiss gestrichen.
Es ist leider nicht möglich, vor dem Bewerbungstermin eine Wohnung zu besichtigen. In diesem Dokument erhältst du einen Eindruck von den Wohnungen: Blick in die Wohnungen.
Wer ruhig wohnen möchte, dem empfehlen wir die Siedlung Koch nicht. Es wird bunt und lebendig! In der Kraftwerk1-Siedlung werden 460 Menschen wohnen, in 123 Wohnungen. Diese verteilen sich auf das 111 Meter lange, 8-stöckige Gebäude mit 4 Hauseingängen und 3 Lichthöfen. Das sind viele Menschen auf beschränktem Raum.
Das Erdgeschoss der neuen Siedlung ist offen gestaltet: Ateliers, Werkstätten, Kindergärten, Hort, Läden und Gastronomie gruppieren sich um ein zentrales Foyer. Für den Zirkus Chnopf und das Zirkusquartier entstehen Hallen, die tagsüber als Probe- und Kursräume dienen und abends das Quartier mit Kultur beleben. Je höher man kommt, desto privater wird es: Ab dem dritten Stock sind die Räume nur für die Mietenden.
Auch die grüne Dachterrasse gehört ihnen – um dort zu Gärtnern, Kochen, Sport zu treiben oder Wäsche aufzuhängen.
Auch der umliegende Aussenraum wird belebt. Eine grosse Freitreppe führt vom Koch-Park zur Terrasse im ersten Stock, dem «Stadtbalkon», der für alle zugänglich ist. Die nahe stehende Kohlelagerhalle im Koch-Park wird die grösste überdachte öffentliche Fläche der Stadt Zürich. Viele Nachbar:innen und Quartierbewohner:innen nutzen den Koch-Park schon heute - er wurde nämlich bereits im Juni 2025 eröffnet.
Kraftwerk1 ist bekannt für gemeinschaftsfördernde Architektur. So entstehen bei diesem Projekt keine privaten Aussenräume. Dafür gibt es viele Begegnungsorte draussen: etwa auf der Terrasse und dem Stadtbalkon im ersten Stock, auf den Wohngeschossen in den Erschliessungsflächen der obersten Stockwerke, und natürlich auf dem Dachgarten zu oberst auf dem Gebäude.
Auch die weitere Infrastruktur und Räume werden geteilt: Es gibt z.B. mehrere Waschsalons im Haus, statt Waschmaschinen in den Wohnungen.
Personen, die in der Siedlung Koch wohnen, können kein Auto besitzen und müssen eine Autoverzichtserklärung unterschreiben. Es ist daher auch nicht möglich, ein Auto zu besitzen und es in der blauen Zone zu parkieren. Das Koch-Quartier ist sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.
Für Menschen mit Behinderungen sind Ausnahmeregelungen möglich.
Wir bauen aus ökologischen Gründen keine Autogarage. Damit wir im Park das Schwammstadt-Prinzip anwenden und Regenwasser sammeln können. Zudem wären die Wohnungen teurer, wenn wir eine Autogarage bauen würden.
Verschiedene Wohnformen:
Kraftwerk1 fördert gemeinschaftliche Wohnformen. Auch in der Siedlung Koch gibt es Wohnungen, die mehr als 6,5 Zimmer haben. Interessierte Gruppen konnten sich bis zum 26. Oktober 2025 bewerben.
Kraftwerk1 setzt in jedem Projekt eine Wohninnovation um. In der Siedlung Koch sind es zweigeschossige Räumlichkeiten zum Selbstausbau. Wir befinden uns aktuell im Vermietungsprozess.
Auch was das Alter betrifft, wird die Siedlung Koch sehr durchmischt. Kraftwerk1 orientiert sich dabei an der Altersstruktur des Quartiers und so soll es «s Läbe lang» möglich sein in der Siedlung zu leben. Ältere und alte Menschen können sich auf alle Wohnungstypen bewerben. Nebst der Alterspflegewohnung gibt es keine Wohnungen, die nur an ältere Menschen vermietet werden.
Die konventionellen Wohnungen schreiben wir im Frühjahr 2026 aus.
Es gibt insgesamt 104 konventionelle Wohnungen in der Siedlung Koch. Das heisst, Wohnungen, die zwischen einem und 6.5 Zimmer haben.
76 Wohnungen werden unter den Genossenschafter:innen ausgeschrieben. 15 davon sind subventionierte Wohnungen.
28 weitere subventionierte Wohnungen werden mit der Stiftung Familienwohnungen vermietet.
Hier wurde und wird partizipiert:
Seit ihrer Entstehung setzt Kraftwerk1 auf Diskussion, Mitbestimmung und Selbstorganisation. Diese Prinzipien waren schon bei der Planung der ersten Siedlung, der Siedlung Hardturm, massgebend: Mitgliedergruppen haben ökologische Standards, Betriebskonzepte und gemeinschaftliche Aktivitäten im Dialog entwickelt.
Diese Tradition der starken Mitwirkung prägt auch die Entwicklung des Neubaus im entstehenden Koch-Quartier.
Passend zum innovativen Geist von Kraftwerk1 verfolgen wir im «Kunst und Bau»-Projekt der Siedlung Koch einen ebenso zeitgemässen Ansatz: vielfältig, offen und in Teilen partizipativ. Das bedeutet: Die Quartierbevölkerung, Genossenschafter:innen und zu einem späteren Zeitpunkt auch die Mieter:innen werden aktiv in den Prozess einbezogen.
Warum machen wir das überhaupt?
Ganz einfach: Wenn im städtischen Baurecht gebaut wird, muss ein Anteil der Bausumme für «Kunst und Bau» eingesetzt werden. Dies mit dem Ziel Bauprojekte kulturell zu bereichern, Identifikation zu fördern und Kunst im gesellschaftlich-öffentlichen Leben zu fördern.
Mit der Veranstaltungsreihe «Bauküche» vernetzt sich Kraftwerk1 schon vor dem Bezug und sogar vor dem Bauen mit der künftigen Nachbarschaft. Soziale, kulturelle und ökologische Themen stehen zur Diskussion, zusammen mit Akteur:innen aus dem Quartier. Es haben 8 Anlässe stattgefunden.
Bauküche #1: Blick hinter die Zirkuskulissen
Bauküche #2: Blick in die Architekturwerkstatt
Bauküche #3: Nachhaltig konsumieren und gleichzeitig Wohnraum zerstören?
Bauküche #4: Gemeinsam im Quartier mit Hochneun
Bauküche #5: Auf unbekannten Wegen rund ums Koch-Quartier
Bauküche #6: Sonne statt Schneegestöber
Weitere Informationen:
Die Livecam liefert aktuelle Bilder von der Baustelle. Auch die Tages-, Wochen-, Monats-, oder Jahresrückblicke sind spannend zum Anschauen.
Blick in die Wohnung, Frühling 2025
Einblick in den Rohbau mit Bauleiter Manuel Merath, Februar 2025 : Vertonte Präsentation
Medienmitteilung Grundsteinlegung am 23. Oktober 2023 Medienmitteilung
Öffentliche Infoveranstaltung am 1. Juni 2023: Plakate / Vertonte Präsentation (update September 2024)
Medienmitteilung zum Baustart am 16. Februar 2023: Medienmitteilung
Infobroschüre GV 2021 - Antrag Ausführungskredit Siedlung Koch, Mai 2021: Leporello
Kurzfilm, April 2021: Kurzfilm
Plakat für Information im Quartier, April 2021: Plakat
Medienmitteilung zur Genehmigung des Gestaltungsplans, April 2021: Medienmitteilung
Flyer für Interessierte im Quartier, Juli 2020: Flyer
Medienmitteilung zur Auflage des gemeinsamen privaten Gestaltungsplans, Juli 2020: Medienmitteilung
Vier Wettbewerbe im selektiven Verfahren, Mai 2019: Bericht des Preisgerichts
Wettbewerbsprogramme des Amts für Hochbau, Juli 2018: Ausschreibung
Gemeinsame Konzeptbewerbung von Kraftwerk1, ABZ und Senn, September 2017: Konzeptbewerbung
Das junge Büro Studio Trachsler Hoffmann setzt auf Architektur, die Gemeinschaft und vielfältiges Zusammenleben fördert. Mit dem Projekt «Sale con fritas» haben sie unser Bedürfnis nach Begegnung, Teilen und Nachhaltigkeit sensibel umgesetzt und gleichzeitig städtebaulich überzeugt: Das Gebäude ist kompakter geplant, wodurch mehr Grünraum und Park für alle entsteht.
Das Büro realisiert zurzeit auf dem Basler Volta-Areal ein Wohn- und Geschäftsgebäude, das dem unsrigen vom Grundgedanken her ähnelt. Zudem haben sie kürzlich Wettbewerbe gewonnen für ein Projekt der PWG neben dem SRF-Studio sowie für ein Projekt am neu eröffneten Überlandpark in Schwamendingen.
Bauliches
- Umsetzung der 7-Meilenschritte der Stadt Zürich und des Nachhaltigkeitskodex von Kraftwerk1.
- Für die Erstellung des Gebäudes gelten die Richtlinien gemäss Zusatz «Eco» für Mehrfamilienhäuser, Neubau.
- Die Aussenfassaden des Gebäudes bestehen aus wiederverwendeten Glaslamellen (LINK Zeitung?).
- Das Gebäude ist ein Holz-Beton-Bau. Der Holzbau reduziert den CO₂-Verbrauch um rund 20 Prozent im Vergleich zu einer reinen Betonbauweise. Die zwei Längsseiten des Hauses bestehen aus einer Stützen-Träger-Konstruktion aus Baubuche und Holzbetonverbunddeckenelementen.
Technik
- Das Projekt orientiert sich am Effizienzpfad Energie (SIA 2040) und erfüllt die Energiekennwerte des Standards Minergie-P. Betreffend Erstellungsenergie wird der Standard Minergie P-ECO eingehalten.
- Kraftwerk1 verfolgt den Low Tech/ No Tech-Ansatz. Wo möglich wird die Haustechnik weggelassen.
- Fernwärme versorgt das Haus.
- Sichtbare Aufputz-Elektro-Installationen ermöglichen während der Lebensdauer einfache Anpassungen.
- Lüftungen gibts ausschliesslich dort, wo sie aufgrund von Vorschriften zwingend notwendig sind.
- Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach liefert Strom für Haushalte und Gewerbe.
Mobilität
- Die Siedlung ist autofrei: Die Bewohnenden und Gewerbemietenden unterzeichnen eine Autoverzichtserklärung. Das Mobilitätskonzept sieht vor, dass die Mietenden ein Mobilityabo erhalten sowie ein Lastenvelo zur Ausleihe. Es bestehen zudem genügend Veloparkplätze in einer befahrbaren Velorampe.
Flächenverbrauch
- Der Flächenverbrauch pro Person beträgt 32 m2.
Aussenräume
- Grosszügige bodenebene Aussenräume: Der Fussabdruck des Gebäudes nimmt lediglich rund die Hälfte des Baulandes ein. Das ermöglicht mehr unversiegelte Fläche, sowie mehr Grün- und Parkfläche für alle.
- Kraftwerk1 entsiegelt die maximal mögliche Fläche.
- Schwammstadt: Das anfallende Regenwasser soll auf dem Areal bleiben und somit zur lokalen Hitzeminderung beitragen.
Das Dach und die Innenhöfe haben eine gewisse Rückhaltemöglichkeit (Retentionskapazität). Sobald dieses Volumen erreicht ist, fliesst das überschüssige Wasser in die Zisterne. Dieses dort gespeicherte Wasser wird zum Bewässern der Grünflächen genutzt. Das überschüssige Wasser gelangt in die Retentionsmulden (Auffangbecken) im Park. Wenn auch diese voll sind, gelangt das Wasser weiter in den Quartierpark.
- Biodiversität und klimaresistente Pflanzen stehen im Fokus bei der Wahl der Bepflanzung.
Bilder der entstehenden Siedlung
Projektbeteiligte
Projektleitung Kraftwerk1
Amélie Fibicher
Generalplanung
Planergemeinschaft Trachsler Hoffmann Caretta Gmbh
Architektur
Studio Trachsler Hoffmann
Baumanagement
Caretta Weidmann Baumanagement AG
Landschaftsarchitektur
Atelier Loidl Landschaftsarchitekten
Geplanter Wohnungsspiegel
| Wohnungstyp | Fläche | Anzahl |
|---|---|---|
| 1-2,5 Zimmer | 29 - 65 m2 | 39 |
| 3,5 Zimmer | 80 m2 | 12 |
| 4,5 Zimmer | 95 - 109 m2 | 20 |
| 5,5 Zimmer | 124- 128 m2 | 28 |
| 6,5 Zimmer | 133 - 137 m2 | 5 |
| 7-10 Zimmer | 149 - 302 m2 | 5 |
| Cluster | 266 - 399 m2 | 6 |
| Rohbau | 52 - 150 m2 | 8 |
| Zusatzzimmer | 20 - 23 m2 | 8 |
| Hobbyräume | 17 -23 m2 | 6 |
| Total | Wohnungen | 123 |
Objektdaten
| Grundstücksgrösse | 6850 m2 | |
|---|---|---|
| Hauptnutzfläche (SIA 416) | 18'210 m2 | |
| Fläche Wohnen und Gemeinschaft | 13'910 m2 | |
| Fläche Gewerbe und Kultur | 4'300 m2 | |
| Fläche Gemeinschaftsräume | 390 m2 | |
| Beanspruchte Fläche / Person | 30,5 m2 | |
| Nachhaltigkeit | Umsetzung der 7-Meilenschritte der Stadt Zürich und Nachhaltigkeitskodex Kraftwerk1 |