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Die Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1

Kraftwerk1 plant und realisiert ökologisch und sozial innovative Siedlungsprojekte von grosser Dichte und Diversität. Die drei Siedlungen sind in und um Zürich, die vierte ist im Bau.

Kraftwerk1 schafft bezahlbare Wohn- und Gewerberäume.
Wer bei Kraftwerk1 mieten möchte, muss Mitglied sein

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In den letzten 20 Jahren ist Kraftwerk1 stark gewachsen – von einer auf bald vier Siedlungen, ebenso an Mitgliedern und Mitarbeitenden. Deshalb organisiert sich Kraftwerk1 nun soziokratisch: Entscheidungen werden im Konsent getroffen, Verantwortung wird geteilt. Anstelle hierarchischer Strukturen gibt es nun selbstorganisierte Kreise. Seit 2024 bringen gewählte Delegierte aus den Siedlungen ihre Perspektiven ein. Damit ist ein Kulturwandel im Gange, die Pilotphase läuft bis Mitte 2026.

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Kraftwerk1 hat die neue Ausrichtung partizipativ erarbeitet. Sie löst die Strategie 2014-2024 ab. 
Der umfassende Prozess begann 2021 mit einer Standortbestimmung und wurde mit Umfragen, Workshops und partizipativen Methoden weiterentwickelt. Statt einer starren Strategie entsteht ein agiles, lebendiges Arbeitsinstrument: mit Zukunftsbild, Beiträgen und Fokusthemen. Die neue Ausrichtung wurde an der GV 2025 bestätigt und feierlich den Kreisen übergeben, damit diese mit ihr im Alltag arbeiten können. Aktuelle Ausrichtung, Ausgabe 2025.

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Seit der Gründung von Kraftwerk1 ist ökologische Nachhaltigkeit einer der zentralen Werte der Genossenschaft und hat sich gemeinsam mit ihr weiterentwickelt. Als 2001 die erste Siedlung Hardturm bezogen wurde, entstand dort mit dem Hauptbau eines der ersten grossen Minergie-Projekte der Schweiz. 
2012 folgte mit der Siedlung Heizenzholz ein Beispiel für den sparsamen Umgang mit grauer Energie und Ressourcen, indem konsequent im Bestand weitergebaut wurde.
Auch die Siedlung Zwicky Süd zeigt, wie Nachhaltigkeit neue Dimensionen annehmen kann: Dank durchdachter Begrünungs- und Mobilitätskonzepte wurde selbst an anspruchsvoller Lage ein lebenswerter Ort und bezahlbarer Wohnraum geschaffen.
Heute entsteht mit der vierten Siedlung Koch ein weiterer Meilenstein – hier stehen Themen wie Re-Use im grossen Stil, autofrei und Schwammstadt-Prinzipien im Fokus.

Ökologische Nachhaltigkeit prägt nicht nur die Bauweise, sondern auch den Alltag: Die Bewohnenden nutzen wenig Wohnfläche pro Person, teilen dafür Gästezimmer oder Gemeinschaftsräume und Ressourcen wie Waschmaschinen. Das trägt zu einem schonenden Umgang mit Raum und Energie bei.

Kraftwerk1 ist darauf bedacht, den Energieverbrauch für den Betrieb der Siedlungen gering zu halten und durch Betriebsoptimierungen zu reduzieren. 

Aktuell arbeitet Kraftwerk1 zudem an einem Nachhaltigkeitsmonitoring. Analysiert werden Scope 1 und 2 Emissionen, standortinduzierte Mobilität und Biodiversität der bestehenden Siedlungen und der Geschäftsstelle. Über die Analysen werden wir zu gegebener Zeit hier informieren.

Mehr detaillierte Infos zur Nachhaltigkeit gibts bei jeder Siedlung.

In den 1980er-Jahren fehlte in Zürich günstiger Wohnraum, der Verkehr nahm zu und die Innenstadt wurde immer bürolastiger. Die Opernhauskrawalle zeigten die Spannungen zwischen Hochkultur und Jugendkultur. Politisch gab es erstmals seit 53 Jahren wieder eine rechte Mehrheit im Gemeinderat, und über die neue Bau- und Zonenordnung wurde hart diskutiert.
In diese Zeit fällt die Gründung von Kraftwerk1: Das Ziel der Gründer:innen war ein Zusammenleben, das offen, ökologisch, sozial und solidarisch ist.

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Kraftwerk1 hat mehrere Preise gewonnen.

2012: Siedlung Heizenholz. 
Stadt Zürich, Auszeichnung «Nachhaltig Sanieren»

2012: Siedlung Heizenholz
Schweizer Genossenschaftspreis, Wohnbaugenossenschaften Schweiz, Preis für herausragende und innovative Genossenschaftsprojekte. 

2016: Siedlung Zwicky Süd
Umsicht - Auszeichnung vom Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA

2016: Siedlung Zwicky Süd
Goldener Hase vom Hochparterre

2016: Siedlung Zwicky Süd
Gute Bauten Kanton Zürich

2019: 1. Preis beim Jubiläumswettbewerb Wohnbaugenossenschaften Schweiz, Kategorie «Innovation» mit dem Projekt Veränderungskonferenz

Bei Kraftwerk1 gestalten Genossenschafter:innen aktiv mit. Einige Beispiele:

  • Bestehende Wohnerfahrungen fliessen in neue Projekte ein: frühzeitige Einbindung der Mitglieder für die Entwicklung neuer Bauprojekte.
  • Siedlungsdelegierte:r entscheiden in der soziokratischen Struktur bei Grundsatzentscheiden mit.
  • Neue Formen der Abstimmung. Zum Beispiel an der Generalversammlung: Zustimmungsmessung und qualitative Rückmeldungen anstelle von Ja/Nein-Entscheiden.
  • Eigene Projekte werden im Rahmen der Selbstorganisation in den Siedlungen umgesetzt.
  • In jeder Siedlung gibt es mindestens 20 Arbeitsgruppen zu diversen Themen, z.B. Aussenraumpflege oder Betrieb der Werkstatt.
  • In den experimentellen (Gross-)Wohnformen braucht es ebenfalls ein hoher Mitwirkungsgrad der Bewohnenden.

Kraftwerk1-Siedlungen sind selbstorganisiert: Die Mietenden organisieren ihr Zusammenleben weitgehend selbst. Sie führen regelmässige Hausversammlungen durch, bestimmen über ihre gemeinschaftlichen Räume, organisieren sich in Arbeitsgruppen, um zum Beispiel den Aussenraum teils selbst zu unterhalten. Sie finanzieren ihre Anschaffungen und Projekte selbst, mittel Spiritgeld: Dies ist ein monatlicher, einkommensabhängiger Beitrag, den sie zusätzlich zur Miete bezahlen. Das Spiritgeld wird gesplittet, 75% geht in die Siedlungskasse, 25% in den Solidariätsfonds. 
Alle Siedlungen nutzen die Nachbarschaftsapp beUnity, um sich auszutauschen und zu organisieren.

Wohnungsmietende zahlen einen monatlich Spiritbeitrag. Ein Teil dieses Geldes wird gebraucht, um Wenigverdienenden eine Mietzinsreduktion zu ermöglichen.
2024 konnten rund 10 Prozent der Mietenden eine Reduktion von bis zu 20 Prozent auf den Netto-Mietzins erhalten.

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Wohnbedürfnisse verändern sich mit der Zeit, wie die Leben der Menschen, die darin wohnen. Damit Bewohner:innen in den Siedlungen wohnen bleiben können und gleichzeitig der Platz optimal ausgenutzt wird, hat Kraftwerk1 die «Veränderungskonferenz» (Väk) ins Leben gerufen. Diese kann mehreren Parteien zu einer besser passenden Wohnung verhelfen. Die Väk hat beim 100-Jahr-Jubiläum des Verbandes Wohnbaugenossenschaften Schweiz den ersten Preis in der Kategorie «Innovation» gewonnen.

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Kraftwerk1 führt eine Depositenkasse, in der Geld sicher, sinnvoll und zu einem guten Zinssatz angelegt werden kann.

Die aktuellen Zinssätze können bei der Geschäftsstelle nachgefragt werden. Tel. 044 446 40 60, info@kraftwerk1.ch

Reglement der Depositenkasse  
Anmeldung und Bankverbindung
Bankverbindung

Depositengelder ermöglichen es der Genossenschaft, teure Bankkredite abzulösen und die Eigenkapitalbasis zu stärken. 

Depositenkassen von Wohnbaugenossenschaften sind eine bewährte, sichere Kapitalanlage: Für die Verbindlichkeiten der Depositenkasse haftet das gesamte Vermögen der Genossenschaft. 
Kraftwerk1 investiert nicht in spekulative Wertpapiere. 

Kraftwerk1 Hardturm 2025 eingangsbereich ari 2232
Nachhaltigkeit schon damals im Fokus, 2001 einer der ersten Minergie-Grossbauten: Der Hauptbau der Siedlung Hardturm. Aufgefrischt im Jahr 2024.
Kraftwerk1 Heizenholz selbstorganisation ari
Selbstorganisation in den Siedlungen, hier im Heizenholz. Ein Bewohner mäht die Wiese mit der Sense.
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Die Kombination von bezahlbarem Wohn- und Gewerberaum ist typisch für Kraftwerk1. Hier die Siedlung Zwicky Süd in Dübendorf.
20220510 Kraftwerk1 Koch quatier studio trachsler hoffmann atelier arpagaus web 1
Voraussichtlich Ende 2026 bezugsbereit: die vierte Kraftwerk1-Siedlung im Koch-Quartier. (Visualisierung Atelier Arpagaus Zarn, 2021)
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Mitwirkung der Mitglieder, gerade bei neuen Bauprojekten, ist bei Kraftwerk1 zentral. Hier 2020 während Corona für die Siedlung Koch.
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In jeder Siedlung eine Wohninnovation: Hier die doppelgeschossigen Rohbaueinheiten zum Selbstausbau in der künftigen Siedlung Koch.
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Neue Formen der Meinungsäusserungen ausprobieren: Zustimmungsmessung mit qualitativen Rückmeldungen statt Ja/Nein-Abstimmungen: Erstmals an der aoGV 2023.
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Mitwirkung auch auf strategischer Ebene: Verschiedene Workshops in verschiedenen Phasen für die neue agile Ausrichtung, die 2025 von der GV verabschiedet worden ist.